Laßnitz bei Murau 
A-8850 Steirisch Laßnitz 32 
Telefon: 03532/2164 oder 3000
Fax: 03532/2164  oder 3000-5 
gde@lassnitz-murau.at
Laßnitz bei Murau 
A-8850 Steirisch Laßnitz 32 
Telefon: 03532/2164 oder 3000
Fax: 03532/2164  oder 3000-5 
gde@lassnitz-murau.at
BILDUNG & KULTUR

 
 
 
 

WAPPEN der Gemeinde Laßnitz bei Murau

 

                 
Verleihung: 13. Februar 1989, LGBl. 1989, 7. Stück, Nr. 22

„Ein schwarzer Schild zur Gänze mit einem über Eck gestellten quadratischen goldenen Maßwerkgitter derart überzogen, dass sechs (2:1:2:1) ganze aufrecht eingeschriebene Kreuzblüten erscheinen.
Entwurf des Wappens: Heinrich Purkarthofer, Graz

Bei Schaffung der Ortsgemeinden wurden 1849 die beiden nach den Werbbezirken Murau und Lambrecht benannten Steuergemeinden Laßnitz mit St. Egidi zur Gemeinde Laßnitz vereinigt, wobei sie nach Westen über den Schlattingbach (1333 Slapnich = Wasserfall) erweitert wurde. Den heutigen Namen erhielt sie 1951 (LGBl. 37/1951).

Die Kirche s. Giligen (1322), bis ins 18. Jahrhundert Filiale von St. Georgen, dann von Murau, stammt nach ihrem Patrozinium aus spätkarolingischer Zeit. Sie war Mittelpunkt des märktischen Ortes, dessen Marktrechte von dem um 1250 erbauten Murau abgelöst wurden. St. Egidi mit Mautstelle war grundherrschaftlich zersplittert: die Liechtensteiner auf Murau, die Stubenberger auf Katsch, Kirche und Pfarre Murau, St. Egidi, ab 1389 das Klarissenkloster Judenburg hatten hier Besitz; der vulgo Wiemann diente dem Stift Friesach. Nur im Ried Probst, wo beim Wirt im Stein ein
Purgstall an eine Befestigung erinnert, wurde das Stift St. Lambrecht vorherrschend.

In Laßnitz/Murau, im Ried Wimml (1335 das Wimol), dessen Name sich von Widum (Kirchengut) herleitet, wurde durch Pettauer Lehen, Stubenberger (1310 der Wimol) und bürgerlichen Besitz von Zehenthäusern Salzburg sein Gut entfremdet. Von Wymol wird 1431 der erste Gewerbetreibende von Laßnitz bekannt, Niklas der Sämer. Durch das Laßnitztal führte über Priewald (1251 Priewalt = geneigte Ebene) ein uralter Saumweg nach Kärnten. Die Kärntner weihten in ihrem Laßnitz die Kirche dem Pilgerheiligen Jakobus. Schon 898 hatte Kaiser Arnulf als natürliche Besitzgrenze des Schenkungsgutes an den Edlen Zwentibolch die Laßnitz bestimmt. Sie wurde damit auch Grenze des Stiftungsgutes der Kärntner Herzöge (1096-1103) an ihr Kloster St. Lambrecht, das an der Laßnitz (1114 Laznika = Greitbach), seine Besitzrechte wahrend, sogleich eine Kirche dem Heiligen der Zeit des Investiturstreites, Nikolaus von Myra, bauten. Als romanische Kirche wurde sie ab 1414 Sinibelchirichen, Rundkirche, genannt.

Im ganzen deutschen Sprachraum wurde Laßnitz wegen seiner religiösen, in die Zeit der katholischen Erneuerung zurückreichenden Volksschauspiele bekannt, über die es jahrhundertalte Aufzeichnungen gibt. Sie alle handeln von Sünde, Tod und ewigem Leben. Nur Schwarz und Gold, die Farben von Tod und Ewigkeit, werden dem gerecht; dabei weist die den Schild überziehende Figur, entnommen der gotischen Deckenmalerei der Kirche von St. Egidi, über Raum und Zeit hinaus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

WAPPEN der Gemeinde Laßnitz bei Murau

 

                 
Verleihung: 13. Februar 1989, LGBl. 1989, 7. Stück, Nr. 22

„Ein schwarzer Schild zur Gänze mit einem über Eck gestellten quadratischen goldenen Maßwerkgitter derart überzogen, dass sechs (2:1:2:1) ganze aufrecht eingeschriebene Kreuzblüten erscheinen.
Entwurf des Wappens: Heinrich Purkarthofer, Graz

Bei Schaffung der Ortsgemeinden wurden 1849 die beiden nach den Werbbezirken Murau und Lambrecht benannten Steuergemeinden Laßnitz mit St. Egidi zur Gemeinde Laßnitz vereinigt, wobei sie nach Westen über den Schlattingbach (1333 Slapnich = Wasserfall) erweitert wurde. Den heutigen Namen erhielt sie 1951 (LGBl. 37/1951).

Die Kirche s. Giligen (1322), bis ins 18. Jahrhundert Filiale von St. Georgen, dann von Murau, stammt nach ihrem Patrozinium aus spätkarolingischer Zeit. Sie war Mittelpunkt des märktischen Ortes, dessen Marktrechte von dem um 1250 erbauten Murau abgelöst wurden. St. Egidi mit Mautstelle war grundherrschaftlich zersplittert: die Liechtensteiner auf Murau, die Stubenberger auf Katsch, Kirche und Pfarre Murau, St. Egidi, ab 1389 das Klarissenkloster Judenburg hatten hier Besitz; der vulgo Wiemann diente dem Stift Friesach. Nur im Ried Probst, wo beim Wirt im Stein ein
Purgstall an eine Befestigung erinnert, wurde das Stift St. Lambrecht vorherrschend.

In Laßnitz/Murau, im Ried Wimml (1335 das Wimol), dessen Name sich von Widum (Kirchengut) herleitet, wurde durch Pettauer Lehen, Stubenberger (1310 der Wimol) und bürgerlichen Besitz von Zehenthäusern Salzburg sein Gut entfremdet. Von Wymol wird 1431 der erste Gewerbetreibende von Laßnitz bekannt, Niklas der Sämer. Durch das Laßnitztal führte über Priewald (1251 Priewalt = geneigte Ebene) ein uralter Saumweg nach Kärnten. Die Kärntner weihten in ihrem Laßnitz die Kirche dem Pilgerheiligen Jakobus. Schon 898 hatte Kaiser Arnulf als natürliche Besitzgrenze des Schenkungsgutes an den Edlen Zwentibolch die Laßnitz bestimmt. Sie wurde damit auch Grenze des Stiftungsgutes der Kärntner Herzöge (1096-1103) an ihr Kloster St. Lambrecht, das an der Laßnitz (1114 Laznika = Greitbach), seine Besitzrechte wahrend, sogleich eine Kirche dem Heiligen der Zeit des Investiturstreites, Nikolaus von Myra, bauten. Als romanische Kirche wurde sie ab 1414 Sinibelchirichen, Rundkirche, genannt.

Im ganzen deutschen Sprachraum wurde Laßnitz wegen seiner religiösen, in die Zeit der katholischen Erneuerung zurückreichenden Volksschauspiele bekannt, über die es jahrhundertalte Aufzeichnungen gibt. Sie alle handeln von Sünde, Tod und ewigem Leben. Nur Schwarz und Gold, die Farben von Tod und Ewigkeit, werden dem gerecht; dabei weist die den Schild überziehende Figur, entnommen der gotischen Deckenmalerei der Kirche von St. Egidi, über Raum und Zeit hinaus.